Xiaomi 17 Ultra: Meine Kreativität ist wiedererwacht | Testbericht

Leica und die Grundlage der Zusammenarbeit

 

 

Xiaomi 17 Ultra: Meine Kreativität ist wiedererwacht | Testbericht


Das Leica-Logo auf der Kameraeinheit ist für mich ein Qualitätssiegel, das sich in diesem Fall nicht nur auf die Bildphilosophie oder die Markenlizenzierung bezieht.

Dieses Jahr feiert die Zusammenarbeit zwischen Leica und Xiaomi ihr fünfjähriges Jubiläum. Im Mittelpunkt stehen dabei Hardware-Beiträge in Form von Optiken.

Das Leica-Logo auf der Kameraeinheit ist für mich ein Qualitätssiegel, das sich in diesem Fall nicht nur auf die Bildphilosophie oder die Markenlizenzierung bezieht.

Dieses Jahr feiert die Zusammenarbeit zwischen Leica und Xiaomi ihr fünfjähriges Jubiläum. Im Mittelpunkt stehen dabei Hardware-Beiträge in Form von Optiken.

Xiaomi 17 Ultra: Meine Kreativität ist wieder entfacht | Testbericht

Leica war an der Entwicklung der gesamten optischen Kette beteiligt – vom Objektivdesign bis hin zur Reflexions- und Aberrationskorrektur.

Auch am Design des Teleobjektivs wirkte Leica mit, gab dessen Freigabe und bestätigte, dass dieses Produkt bestimmte optische Qualitätsstandards erfüllt.

 

Xiaomi 17 Ultra: Meine Kreativität ist wiedererwacht | Testbericht

 

Leica war an der Entwicklung der gesamten optischen Kette beteiligt – vom Objektivdesign bis hin zur Reflexions- und Aberrationskorrektur.

Auch am Design des Teleobjektivs wirkte Leica mit, gab dessen Freigabe und bestätigte, dass dieses Produkt bestimmte optische Qualitätsstandards erfüllt.

 

Xiaomi 17 Ultra: Meine Kreativität ist wiedererwacht | Testbericht

 

Da ich bereits den Vorgänger getestet habe, weiß ich, dass Leica auch hier das bietet, was ich am 15 Ultra so geschätzt habe: natürliche Farbtöne und den Verzicht auf aggressives HDR.

Das ist meiner Meinung nach der größte Vorteil dieser Zusammenarbeit: weniger Bildbearbeitung und deutlich mehr optische Leistung.

Konstruktion und Fotoausrüstung

 

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Wir haben es hier mit einem großen, physischen Periskop-Teleobjektiv zu tun.

Zusätzlich gibt es eine Neuerung: einen beweglichen Linsenmechanismus, der einen Brennweitenbereich zwischen 75 und 100 mm ermöglicht.

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All dies ergibt einen sehr langen optischen Pfad. Auch hier kommt wieder ein 1-Zoll-Hauptsensor zum Einsatz.

Das Ganze ist in einem großen Kameramodul untergebracht, was deutlich darauf schließen lässt, dass der Besitzer dieses Smartphones großen Wert auf Fotografie legt.

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Das Design des Smartphones ist etwas größer, wobei die Silhouette insgesamt schlanker geworden ist, was sicherlich zum Teil am nun komplett flachen Display liegt.

Schließlich sprechen wir hier von einem Gerät der Ultra-Serie, also einem der größten Flaggschiffe auf dem Markt.

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Ich habe die Version in Sternengrün zum Testen erhalten.

Sie sieht wirklich interessant aus, und ich muss zugeben, diese Version eignet sich perfekt für Aufnahmen in der Natur.

 

 

Dennoch schlägt mein Herz beim Anblick der schwarzen Version in der Sonderedition zum 5-jährigen Jubiläum der Zusammenarbeit von Xiaomi und Leica deutlich schneller.

Sie beinhaltet unter anderem eine magnetische Hülle und den charakteristischen Aluminium-Objektivdeckel der deutschen Marke.


Die Smartphones dieser Edition werden außerdem mit zwei einzigartigen Filtern geliefert: dem m3 und dem m9, natürlich mit Leica-Branding. Mein Technik-Herz schlägt höher.

Nebenbei bemerkt: Ich konnte mich zunächst nicht erinnern. Erst später fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Solche Seitenknöpfe hatte ich schon einmal gesehen. Und ja, es ist eine wunderschöne Hommage an vergangene Zeiten.

 

Neues Zoom-Konzept

 

 

Okay. Kommen wir nun zum wohl wichtigsten Feature dieses Smartphones: dem Kamerasystem und dem überarbeiteten Zoombereich.

Beim Vorgängermodell gab es zwei separate Einheiten mit festem Fokus. Die erste basierte auf einem 50-Megapixel-Sensor und bot eine äquivalente Brennweite von 70 mm.

 

 

Die zweite nutzte einen größeren 200-Megapixel-Sensor und bot eine äquivalente Brennweite von 100 mm.

Xiaomi entschied sich, beide Einheiten zu kombinieren. Vor allem wurde hierfür ein physisch größerer 200-Megapixel-Sensor verwendet, und der Brennweitenbereich von 75–100 mm wird optisch vollständig abgedeckt.

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Einige von Ihnen kennen diese Lösung wahrscheinlich bereits, da Sony vor einigen Jahren ein System mit beweglichen optischen Elementen vorstellte, das die Brennweite physisch veränderte.

Xiaomi entwickelte dieses Konzept, indem es auf einer wesentlich größeren Matrix und einer variablen, aber dennoch größeren Blendenöffnung basierte.

 

 

Auf den ersten Blick mag dieser Bereich nicht groß erscheinen, da die optische Vergrößerung zwischen 3,2x und 4,3x liegt.

Da sich jedoch in diesem Zeitraum die Brennweite ändert, entstehen beim Umschalten keine Qualitätsverluste und eine natürliche Perspektivenkompression.

 

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Dadurch entspricht der Brennweitenbereich von 75–100 mm rein optischen Ergebnissen. Hier wird also nichts digital simuliert.

Natürlich wünscht man sich mit diesem Bereich mehr, aber konzeptionell ist es mein bisheriger Lieblingsansatz bei Mobilgeräten.

Er ist der herkömmlichen Lösung mit zwei separaten Modulen, die den nützlichsten Vergrößerungsbereich abdecken sollen, definitiv überlegen.

In der Praxis bedeutet dies, dass ein Teil dieses Bereichs weiterhin hybrid durch digitales Cropping erreicht wird.

 

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200 Megapixel reichen auch aus, um uns ein weiteres Heranzoomen zu ermöglichen, wenn wir den oben genannten optischen Bereich überschreiten.

 

Tageslichtfotografie

 

Okay. Genug der Theorie, jetzt geht's ans Fotografieren.

Zuerst öffnet sich die Kamera-App. Da ich schon Erfahrung mit Xiaomi-Smartphones habe, erkannte ich die Benutzeroberfläche sofort wieder, sie hat sich kaum verändert.

 

Ich habe sie schnell nach meinen Wünschen angepasst. Ein Raster mit Drittelregel und eine Wasserwaage waren ein Muss.

Ich nutze die Leiser-Taste für alle Funktionen, obwohl ich mir in Zukunft einen separaten Auslöser wünschen würde. Und ja, rot wäre toll.

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Ich wiederhole mich wahrscheinlich, aber ich muss es einfach betonen: Das Xiaomi 17 Ultra hat einmal mehr einen ganz klar definierten fotografischen Charakter.

Dieses Smartphone versucht nicht, mit aggressivem HDR, übertriebener Schärfe oder gar übersättigten Farben zu beeindrucken.

Der Fokus liegt hier eindeutig auf Natürlichkeit, was besonders diejenigen zu schätzen wissen werden, die bereits mit professionellen Kameras gearbeitet haben.

 

 

Beginnen wir mit der Haupteinheit, dem Herzstück des gesamten Systems, und das fällt sofort ins Auge.

Bei Standardaufnahmen mit einer Brennweite zwischen 23 und 35 mm sind sehr gute Details erkennbar, was angesichts des 1-Zoll-Sensors nicht verwunderlich ist.

 

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Texturen von Ziegeln, Metall, Mauern und Schnee wirken realistisch. Die Schärfe ist dezent, Konturen sind klar und es gibt keine sichtbaren Halo-Effekte an kontrastierenden Kanten.

Die Farben sind neutral. Es handelt sich weder um den typischen warmen Stil für soziale Medien noch um die übermäßig kontrastierenden Fotos mancher Konkurrenzmodelle.

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Grüntöne wirken natürlich, Rottöne verschwimmen nicht zu einem grellen Neonlicht und das Weiß des Schnees bleibt reinweiß, ohne Blaustich.

Auch der Dynamikumfang ist in kontrastreichen Szenen sehr gut. Beispielsweise sind die Lichter bei Übergängen von einem dunklen Innenraum zu einem hellen Ausgang nicht übermäßig überbelichtet.

 

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Natürlich lohnt es sich, die HDR-Option zu nutzen – in manchen Situationen ist sie wirklich sinnvoll.

Vor allem, da der Hauptsensor diesmal mit einer fortschrittlichen Technologie arbeitet, die es jedem Pixel ermöglicht, eine unterschiedliche Lichtmenge zu speichern.

 

Dadurch erzielen wir einen wirklich großen Dynamikumfang zwischen den dunkelsten und hellsten Bildbereichen.

In der Praxis bedeutet dies eine deutlich bessere Vermeidung von Überbelichtungen und gleichzeitig die Erfassung von mehr Details bei schwierigen Lichtverhältnissen.

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Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal ist, dass die Tonwertübergänge zu Weiß im Allgemeinen weich sind, ohne dass Details abrupt verloren gehen, und dass Schatten nicht künstlich aufgehellt werden.

HDR funktioniert hier wie erwartet, dominiert das Bild aber nicht. Dies ist ein deutlicher Unterschied zum Vorgängermodell, das mitunter zu Überbelichtungen bestimmter Bildbereiche neigte.

 

 

Dies ist darauf zurückzuführen, dass beide Verarbeitungsmethoden auf einer großen Menge an Sensordaten basieren und nicht auf der üblicherweise verwendeten, aggressiven KI-Rekonstruktion.

Die Haupteinheit ist daher ein neuer, verbesserter Sensor mit sehr stabiler und vorhersagbarer Leistung.

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Das Ultraweitwinkelobjektiv schlägt sich ebenfalls gut. Die Geometrie ist gut korrigiert. Gebäudelinien weisen an den Rändern keine unnatürlichen Krümmungen auf.

Die Detailwiedergabe in der Bildmitte ist sehr gut, und der Qualitätsabfall zu den Rändern hin ist gering und wirkt natürlich. Besonders wichtig: Die Farben des Ultraweitwinkelobjektivs stimmen mit denen der Hauptkamera überein.


Xiaomi 17 Ultra: Meine Kreativität ist wiedererwacht | Testbericht

 

Man hat also nicht den Eindruck, eine völlig andere Kamera zu verwenden. Es ist ein solides Ultraweitwinkelobjektiv, aber ohne einen wirklichen Wow-Effekt.

Ich würde sagen, es verhält sich einfach sicher und vorhersehbar. Nun zu einer der größten Stärken dieses Modells: den Teleobjektiven.

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Bei 75 mm Brennweite ist das Bild sehr klar, scharf und lebendig. Man erkennt eine deutliche Perspektivenkompression, und die Fotos wirken eher wie mit einer Kamera als mit einem Smartphone aufgenommen.

Bei 200 mm Brennweite bleiben die Details trotz digitaler Optimierung erhalten.

 

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Trotzdem gehen die Details selbst bei erhöhter ISO-Einstellung nicht verloren und werden nicht übermäßig geglättet. Die Bildstruktur bleibt natürlich.

Interessanterweise ist das Bild selbst bei sehr hohen Zoomstufen über 400 mm noch brauchbar.

 

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Natürlich sind subtile algorithmische Eingriffe sichtbar, aber es gibt keinen Aquarell-Effekt oder einen dramatischen Strukturverlust. Dies ist definitiv eines der ausgereiftesten Teleobjektivsysteme in einem Smartphone.

Seine Leistung ist jedoch naturgemäß weniger vorhersehbar, hauptsächlich aufgrund des verstärkten Einsatzes von Algorithmen bei extremen Brennweiten.

 

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Nahaufnahmen und Makroaufnahmen mit dem Teleobjektiv gelingen ebenfalls sehr gut, obwohl die Naheinstellgrenze von 30 cm (statt 10 cm wie beim Vorgängermodell) etwas zu wünschen übrig lässt.

Über den gesamten optischen Zoombereich hinweg sind exzellente Mikrodetails sichtbar. Schneekristalle, Grashalme und Fichtennadeln sind klar erkennbar und verschwimmen nicht zu einem einzigen Fleck.

 

Wichtig ist, dass kein aggressiver Mikrokontrast verwendet wird. Strukturen wirken natürlich, und der Hintergrund wird optisch, nicht digital, unscharf dargestellt.

Die hohe Bildschärfe ist eine der größten Stärken dieses Smartphones. Die Trennung der Aufnahmen ist natürlich, ohne das künstliche „Ausschneiden“ des Motivs, wie es im typischen Porträtmodus vorkommt.

 

 

Die Frontkamera glättet die Haut nicht übermäßig. Es gibt keinen starken Beauty-Effekt – es sei denn, man aktiviert ihn selbst.

Die Hautstruktur bleibt erhalten, Gesichtsbehaarung wirkt natürlich und die Augen werden nicht überschärft.

 

Auch bei schwachem Licht und höheren ISO-Werten werden Selfies durch die Rauschunterdrückung nicht unscharf. Das Rauschen wird kontrolliert, ohne dass Details verloren gehen.

In hellen Szenen mit viel Schnee ist das Gesicht optimal belichtet und der Hintergrund nicht überbelichtet.

 

Wichtig ist, dass die Farben der Selfies mit denen der Hauptkamera übereinstimmen. Das mag wie ein kleines Detail wirken, aber in der Praxis bieten viele Smartphones einen völlig anderen Stil bei der Frontkamera. Hier ist das kein Problem.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Xiaomi 17 Ultra bei Tageslichtaufnahmen ein sehr ausgereiftes und konsistentes Kamerasystem bietet.

Es versucht nicht, mit aggressiver Bildbearbeitung einen Wow-Effekt zu erzwingen. Stattdessen erhalten wir natürliche Bilder, gute Mikrodetails, exzellente Teleobjektive und konsistente Farben über alle Module hinweg.

Diese Kamera fühlt sich eher wie eine kleine Kamera an als wie eine typische Smartphone-Kamera mit übermäßiger KI.

Wie sich herausstellt, bedeutet eine kreative Blockade nicht zwangsläufig, dass man die Freude an etwas verliert. Manchmal braucht man nur ein Hilfsmittel, das einen daran erinnert, warum man überhaupt damit angefangen hat.

Das Xiaomi 17 Ultra könnte für viele genau so eine Ausrede sein. Und außerdem ist es immer griffbereit.

 

 

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